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ZU FORM + INHALT

Aktuelle Texte 2018 / 2019:


LAST EXIT: DYSTOPIA


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In seinen Collagen verschmilzt Jürgen Tetzlaff Fotografien, die er mit Photoshop bearbeitet hat, mit expressiven Übermalungen, er verbindet heftige zeichnerische und malerische Elemente mit peinlich-exakter Retusche, sowie diverse Image-Transfer-Techniken zu einem bizarr-phantastischen Trash-Pop-Surrealismus. Dessen enigmatisch-delirierende Bildwelten entziehen sich einer schnellen Interpretation durch den Betrachter und lassen ihn stattdessen mit einem traumartig-vagen, morbiden Gefühl der Irritation zurück.

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Ältere Texte 2004 / 2005:


DAS GROTESKE


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"Die Malerei ist die Fortführung des Traums mit anderen Mitteln."                    
Neo Rauch

Während der Träumens entstehen seltsam ambivalente Situationen und Gefühle - Situationen, in denen lang Gekanntes merkwürdig und Fremdes scheinbar vertraut erscheint. Dass die nächtlich geschaffenen, subjektiven Realitäten auch irreal-bedrohliche Formen annehmen können, wissen wir alle...
Und die Beunruhigensten sind jene, welche uns am nachhaltigsten in der Erinnerung haften bleiben. Das Morbid-Groteske war schon durch unsere Träume von Anbeginn in unserem Kollektiv-Unterbewußten verankert.

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Ältere Texte 2004 / 2005:


DER ZERFALL


Das Moment des Grotesken wird ergänzt durch das Morbide, der bildnerischen Suggestion des Vergehens und Dahinwelkens. Wie im (Alp-)Traumhaft-Grotesken schafft auch der Gebrauch des Morbiden als bildnerischem Mittel, die zuvor schon angesprochene Ambivalenz aus Faszination und Schrecken.

Der Zerfall schafft die Bildintensität, egal ob Akt, nature morte oder Landschaft - alles wird zum existentialistischen Drama:
Leben heißt sterben - Das Drama zu zeichnen heißt, sich dessen bewußt zu sein.

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Ältere Texte 2004 / 2005:


DIE RADIERUNG


Ende 2003 kam es für mich durch den Erwerb einer alten Tiefdruck-Presse zu einem Wechsel in der Technik, weg vom Malerischen hin zur Graphischen Arbeit. Mit diesem Wechsel vollzog sich auch eine Umbewertung der Bildinhalte. War ich in meinen frü;heren Bildern, insbesondere auf den Leinwandarbeiten, bemüht, (unnötig) komplexe, überbordende Inhalte zu vermitteln, rückte mit der Radierung das "Wie" des Technischen und Formalen ins Zentrum des künstlerische Ausdrucks. Dieses "Wie" transportierte mit einem Mal die gewünschte Botschaft so viel besser, als das "Was" des Inhaltlichen.

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